Wohnen im Internat

 

Ein wichtiger Schritt zum Erwachsensein kann getan werden

Das Internat bietet 10 Schülern mit Körper- und Mehrfachbehinderungen die Möglichkeit, während der Schulzeit und bei Bedarf am Wochenende und in den Ferien liebevoll und fachgerecht betreut zu werden. Im Internat wohnen Kinder und Jugendliche, deren Heimatort für eine tägliche Fahrt zu weit entfernt ist oder deren Familien zeitweise eine Entlastung von ihrer Versorgung und Betreuung benötigen.

Die Finanzierung läuft über die Eingliederungshilfe.

In der Regel besuchen unsere Internatsbewohner die Astrid-Lindgren-Schule, können aber auch woanders eingeschult sein. Nach dem Unterrichtsschluss werden die Kinder und Jugendlichen zum Mittagessen von der Schule ins Internat gebracht.

Wohnen im Internat heißt:
  • Wohnen in liebevoller und familiärer Atmosphäre
  • Behutsames Loslassen für Eltern und Kind
  • Anleitung zur Entwicklung wichtiger sozialer Kompetenzen
  • Unterstützung bei der Kontaktaufnahme und Beziehungspflege zwischen den Mitbewohnern
  • Einüben einer neuen Lebenssituation und Vorbereitung auf ein selbständiges Leben
  • Erziehung nach einem individuellen Förderplan in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, der Schule und der Therapieabteilung des Astrid-Lindgren-Hauses
  • Versorgung und Pflege nach persönlichen Bedürfnissen
  • Logopädie, Ergo- und Physiotherapie in Schule und Internat
  • Ausflüge und Besorgungen
Die Belegung der Internatsgruppe ist alters- und geschlechtsgemischt. Die Förderung und Betreuung wird rund um die Uhr durch ein Team von Fachkräften und Praktikanten sichergestellt. Die Nachtwache wird von einer Fachkraft übernommen. Jedes Kind hat einen Bezugsbetreuer.

Der sozialpädagogische Fachdienst berät und begleitet Eltern im Ablöseprozess. Er ist verantwortlich für die inhaltliche und pädagogische Weiterentwicklung und gestaltet mit der jeweiligen Fachkraft die individuelle Förderplanung. Außerdem organisiert er Ausflüge für Bewohner und Angehörige. Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten für die Kinder und Jugendlichen im Auftrag der Eltern und in einem engen Kontakt mit ihnen.

Natürlich ist die Betreuung der Kinder und Jugendlichen auch im Krankheitsfalle während der Schulzeit gewährleistet. Die Heimfahrten und Schulfahrten werden von beauftragten Fahrdiensten durchgeführt.

Grundlage der heilpädagogischen Betreuung ist ein individueller Förderplan, der zweimal  jährlich erstellt und mit den Eltern besprochen und ergänzt wird. Außerdem besteht regelmäßiger Kontakt zu den Familien. Selbstbestimmung und die lebenspraktische Selbstständigkeit von Kindern und Jugendlichen sind unser vorrangiges Erziehungsziel. Die Schüler werden bei den Hausaufgaben begleitet.

Leben im Internat bedeutet gemeinsames Planen und aktives Tun in der Gruppe, aber auch Rückzugsmöglichkeiten ins eigene Zimmer.